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Über Laissez-passer e. V.

Die Idee zur Gründung des Vereins Laissez-passer e.V. entstand im Juni 2016. Zu diesem Zeitpunkt setzten sich Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammen, die sich größtenteils bereits seit vielen Jahren zu den Themen Migration, Integration, Bildung und Duldung engagieren. Ein erheblicher Teil der im Verein engagierten Menschen hat eine Zuwanderungsgeschichte. 

Uns Vereinsmitglieder und Ehrenamtliche eint die Überzeugung, dass alle Menschen in unserer Gesellschaft ein Recht darauf haben, gleichermaßen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, sowohl am kulturellen, beruflichen, wirtschaftlichen als auch sozialen Leben. Wir gehen davon aus, dass dies zudem eine wichtige Grundlage für ein friedliches Zusammenleben ist. Wir möchten einen Beitrag zur Integration und der Förderung der Selbsthilfe insbesondere von Menschen leisten, die zurzeit noch von einer gleichberechtigten Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind.
Unsere Aktivitäten richten sich besonders an Menschen mit Migrationshintergrund und Zuwanderungsgeschichte, insbesondere an benachteiligte Menschen  ohne Aufenthaltstitel oder mit nur einem vorläufigen Aufenthaltsrecht. Wir wenden uns an Betroffene als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den Bereichen Bildung, Integration und Kultur. Unsere Vereinsaktivitäten haben sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche und sowohl Frauen als auch Männer im Fokus.

Ziel der Vereinsaktivitäten ist der Ausbau eines Netzwerks, die Aktivierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Thema Duldung und von öffentlichen Fürsprecherinnen und –sprecher insbesondere für das Anliegen der Personen ohne oder mit nur eingeschränktem Aufenthaltsrecht. Des Weiteren sind die beratende Unterstützung betroffener Personen und die Aufklärung der Öffentlichkeit ein Anliegen des Vereins. Wir möchten es Menschen mit Migrationshintergrund und Zuwanderungsgeschichte und insbesondere Menschen ohne sicheren Aufenthaltstitel zudem ermöglichen, ihre Interessen eigenmächtig, selbstbestimmt und selbstverantwortlich zu reflektieren, zu artikulieren und zu vertreten. Um das zu erreichen wollen wir sie darin unterstützen, ihre Gestaltungsspielräume und Ressourcen wahrzunehmen und zu nutzen.

Wir erhoffen uns durch unsere Vereinsaktivitäten für Benachteiligte einen besseren Zugang zu Bildungsangeboten, verbesserte Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die Teilhabe an allen weiteren Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu bewirken. Durch unsere Öffentlichkeitsarbeit möchten wir Bürgerinnen und Bürger darin unterstützen, Informationen kritisch zu bewerten und eigene politische Forderungen formulieren zu können. Damit wollen wir zum Verständnis der Öffentlichkeit beitragen, Bewusstsein für das Thema Duldung schaffen, die Integrationsbereitschaft der Mehrheitsbevölkerung fördern und damit dem  Abbau von Ungleichheiten und die Förderung von Chancengleichheit zu erreichen.

Unser Verein verfügt über einen Büro, in dem Beratungen für Betroffene stattfinden sowie Netzwerktreffen, in denen wir unsere Projekte planen und umsetzen. Zurzeit widmet sich der Verein vor allem der Beratung Betroffener und dem Ausbau eines Netzwerks, um unsere Beratungstätigkeit und Informationsangebote insbesondere zum Thema Duldung weiterzuentwickeln.
Wir haben außerdem erste Kooperationen aufgenommen und unser Netzwerk erweitert. Beispielsweise arbeiten wir bereits eng mit dem Libanesischen Integrations- und Kulturverein Duisburg LIKD e.V. zusammen. Geplant sind weitere Kooperationen mit Bildungsträgern, Stiftungen, Unternehmen und anderen Institutionen im Bereich Bildung, Erziehung, Integration und Kultur.

Eines unserer ersten Projekte im Jahr 2016 ist eine umfangreiche Dokumentation der Lebenszusammenhänge geduldeter Menschen mit libanesischen, türkischen oder syrischen Wurzeln oder ungeklärte sowie staatenlose Fälle. Das Projekt ist partizipativ angelegt und soll vor allem Informationen für die Beratung generieren und als Veröffentlichung der Information der Öffentlichkeit dienen.
Zu unseren Aufgaben gehört es zudem, zum Thema Duldung, Integration und Migration Stellung zu nehmen und aufklärerisch tätig zu sein. Geplant sind Bildungs- und Beratungsangebote, mit denen der Verein dazu beitragen will, dass die Chance auf erfolgreiche Bildungsabschlüsse und auf die berufliche Entwicklung und Teilhabe für Betroffene erhöht ist. Weiter planen wir Angebote im Bereich Jugendarbeit und Freizeitaktivitäten, das Initiieren von Gesprächskreisen zu einer besseren Vernetzung der Betroffenen und Projekte im Bereich Bildung, Aufklärung, Integration und Kultur.

Bislang werden die Aktivitäten ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Wir beantragen zurzeit Fördermittel, um langfristig unsere Angebote ausbauen zu können.

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